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Mein Jahresrückblick 2014

Wo fang ich an? Ende 2013 war ich ziemlich frustriert über die fotografischen Ergebnisse des abgelaufenen Jahres. Hatte ich 2012 noch ein paar gute Bilder gemacht, kam 2013 so gut wie gar nichts herum. Daher nahm ich mir Ende 2013 für das Jahr 2014 vor, deutlich mehr zu fotografieren und auch zu zeigen.

Doch meine erste Veröffentlichung des Jahres 2014 ist dann sogar noch im Jahr 2013 entstanden: Am 31.12.2013 teilte fotopresso.com mein bei flickr eingestelltes Bild Bikerack auf seinem Fotoblog.

Um wirklich gezwungen zu sein die Kamera regelmässig in die Hand zu nehmen und die guten Vorsätze nicht nur gute Vorsätze sein zu lassen, suchte ich mir auf flickr eine Gruppen mit Monatsthema, so dass ich jeden Monat ein Bild liefern musste. Und so machte ich bereits im Januar die ersten Bilder.

Ich gebe zu, in manchen Monaten habe ich die thematische Arbeit gehasst, mir fiel schlichtweg keine kreative Idee für die Umsetzung ein und da ich destruktiv kritisch veranlagt bin, schmeisse ich viel Material weg, weil ich nicht zufrieden mit dem Ergebnis bin.

Glücklicherweise gab es in solchen Momenten immer meine Frau, die mir verbal in den Arsch getreten hat oder mich einfach wieder aufgemuntert hat und sich auch immer wieder als Model zur Verfügung gestellt hat.

Im März war ich beruflich in Hamburg und habe die freie Zeit genutzt und Bilder von der Speicherstadt und St.Pauli gemacht. Im April habe ich dann begonnen, Selbstportraits zu machen, um mich im Bereich der Menschenfotografie weiter zu entwickeln. Über Ostern entstand dann die Drei-Tages-Serie mit meiner Frau Andrea. Nachdem ich die Bilder veröffentlicht hatte, habe ich von unerwarteter Seite sehr hilfreiches Feedback und Kritik erhalten. Doch dazu später mehr. Zwischenzeitlich war dann mein 50mm zum Justieren beim Canon-Service.

Im Mai bin ich mit den Bildern der „Irrational Me“-Serie eher zufällig einer Selbstportraitgruppe auf flickr beigetreten. Ab sofort musste ich also auch einmal im Monat ein Selbstportrait liefern. Na super! 😉

Dem nicht genug machte mich ein Arbeitskollege darauf aufmerksam, dass es in unserer Firma eine Fotogruppe gibt. Nach einigen Telefonaten stellte sich allerdings heraus, dass diese bisher nicht an „meinem“ Standort existierte und so gründete ich mit weiteren Kollegen kurzerhand auch noch die Standortgruppe für Hannover. Und natürlich „muss“ ich nun auch hier Bilder für die regelmässigen Bildbesprechungen liefern.

Im Juni waren Andrea und ich für ein Fotowochenende in Hamburg. Wir hatten einen Fotowalk „Street“ gebucht und die Ergebnisse habe ich dann immer mal wieder veröffentlicht. U.a. in der Kurzserie „Sankt Pauli Impressions“. Ein geplantes Shooting in Hamburg musste leider entfallen.

Der Sommer brachte dann ein Auf und Ab bei den fotografischen Ergebnissen. Bei den Selbstportraits und den Bildern die ich für Gruppen liefern musste hatte ich einen Lauf. Dafür war unser Urlaub in Cuxhaven fotografisch für mich ein Desaster. Der Versuch das im Juni ausgefallene Shooting in Hamburg nachzuholen scheiterte ebenfalls.

Im September waren wir nochmal zu einem Kurzurlaub an der Ostsee. Die Bilder dort sind alle mit meiner alten 30D entstanden, da meine 7D zu dem Zeitpunkt beim Canon-Service war.

Zu meinem Geburtstag im Oktober habe ich mich dann selbst mit einem gebrauchten Canon EF 100mm f/2 USM beschenkt. Das Objektiv ist etwas älter, aber ich liebe es und meine 7D und auch meine 30D lieben es scheinbar ebenfalls, denn das Arbeiten damit war von Anfang an sehr gut. Im Gegensatz dazu „zickt“ das 50mm ab und an an der 7D etwas rum.

Als im November das Wetter schlechter wurde und das „Draussen fotografieren“ zum „Schweinehund überwinden“ wurde, durften Andrea und ich Gast bei Miriam sein. Ende November besuchten Andrea und ich dann noch einen Fotoworkshop bei H.-J. Oertelt. Die dortigen Tipps, das Feedback zu den Bildern von Jenia und die Kritik von HaJo haben mich dann nochmal voran gebracht. Besonders gefreut habe ich mich, dass fotopresso.com eines meiner Bilder aus diesem Workshop auf seinem Blog veröffentlicht/geteilt hat. Derartiges Feedback von anderen (Hobby)Fotografen ist immer besonders aufbauend.

Fazit:
2014 war aus fotografischer Sicht für mich eindeutig ein Schritt nach vorne. Warum? Zum Einen weil ich deutlich mehr fotografiert habe als 2013 und weil ich bei mir selbst eine Entwicklung sehe, die ich vor einem Jahr noch nicht für möglich gehalten hätte. Meine Bilder haben in diversen sozialen Netzwerken für Fotografie regelmässig Bewertungen über dem Durchschnitt erhalten, was mich ebenso gefreut hat wie die „Nutzung“ bzw. Verlinkung meiner Bilder durch Nutzer von Diensten wie paper.li, tumblr.com oder twitter.com. Dies ist für mich jedesmal ein Lob ohne große Worte.

Ich habe ein Fotobuch mit meinen für mich besten Bildern erstellt und dabei trotz meiner destruktiven und extrem kritischen Art mit meinen Bildern umzugehen, genügend Material gefunden, was mir selbst gefällt und das ist dann wohl auch das größte Lob was ich mir selber machen kann.

Für 2015 nehme ich mir daher logischerweise vor den bisherigen Weg weiterzugehen. Ausserdem will ich die in 2014 ausgefallenen Shootings nachholen und für Juni ist bereits ein Fotoworkshop gebucht.

Credits:
Zum Abschluss möchte ich es nicht versäumen, mich bei den Menschen zu bedanken, die mich in 2014 wahnsinnig unterstützt haben:

Natürlich meine Frau Andrea, die mir wie bereits oben geschrieben immer dann in den Arsch getreten hat, wenn ich alles hinschmeissen wollte und die sich von mir ne Menge Murks anschauen musste. Ihre Hilfe bei Lightroom-Problemen und ihre Tipps haben einige meiner Bilder gerettet. Danke (insbesondere für Deine Geduld) ! <3

Großer Dank geht auch an Simone. Simone hat mich im April angeschrieben und mir Ihr Feedback und Kritik zu meinen Bildern angeboten. Dies habe ich sehr gerne angenommen, da ich so die Chance auf einen anderen Blickwinkel auf meine Bilder bekommen habe.

Dann möchte ich noch meinen Kollegen von der BSG Fotografie danken. Allen voran meinen Mitadministratoren Haui, Henry, Kai und Sven. Die Gruppentreffen, die Bildbesprechungen und das gemeinsame Fotografieren haben mir eine Menge Spaß gemacht und ich hoffe in 2015 stellen wir noch einige Dinge auf die Beine.